Das autogene Training

Autogenes Training am Strand

Ruhig, locker und gelöst durch den Alltag

Das autogene Training ist neben der progressiven Muskelentspannung eines der am weitesten verbreiteten und am besten erforschten Entspannungsverfahren. Im deutschen Sprachraum ist es sogar die bekannteste und am häufigsten zu therapeutischen Zwecken eingesetzte Entspannungstechnik. Unabhängig von kulturellem Umfeld und Weltanschauung, ist sie leicht erlernbar und lässt sich ohne weitere Hilfsmittel rasch in den Alltag integrieren. Schon nach kurzer Zeit des Übens spüren Sie den Effekt.

Wie funktioniert autogenes Training?

Beim autogenen Training erhält das vegetative Nervensystem durch Autosuggestion einen parasympathischen Impuls und schaltet auf Entspannung um. Deshalb besteht das Training aus einer Reihe von Übungen, in denen wir uns über bestimmte Formeln in den Bereichen Muskel, Blutgefäße, Atmung, Bauchorgane, Kopf und Herz Wärme, Schwere, Entspannung, Ruhe suggerieren.

Wann hilft autogenes Training?

Das autogene Training eignet sich für Menschen jeden Alters. Es hat keine gesundheitlich bedenklichen Nebenwirkungen, wenn es richtig eingesetzt wird. In den folgenden Bereichen erzielt autogenes Training eine hervorragende Wirkung:
Stressbewältigung, Leistungssteigerung, Immunstärkung, allgemeine leichte Ängste wie Prüfungsangst, Flugangst, Lampenfieber, Angst vor Zahnbehandlung, leichte Schlafstörungen z.B. durch Grübeln, Konzentrationsverbesserung, leichte muskuläre Verspannungen ohne Krankheitswert, allgemeine Menstruationsbeschwerden, Regulierung bestimmter Gewohnheiten ohne Krankheitswert wie Nägelkauen, Essgewohnheiten.

Achtung: Bei bestimmten Erkrankungen oder Störungen sollte das autogene Training nicht oder nur nach ärztlicher Anleitung praktiziert werden. Dazu gehören u.a.: Psychische Erkrankungen und Störungen, Epilepsie, Herzinsuffizienz, unkontrollierbarer Bluthochdruck, akutes Muskelrheuma, Muskelentzündungen, akute Gelenkentzündungen, Zwangssyndrome, Suizidgedanken, schwere Suchtmittelabhängigkeit, krankhafte Essstörungen (z.B. Anorexia nervosa), Hang zur hypochondrischen Selbstkontrolle u.a..

Meine Kurse

Ich leite das autogene Training ausschließlich im Rahmen der Gesundheitsvorsorge (Prävention) an. Im Grundkurs lernen Sie, sich in den Zustand der Entspannung zu versetzen. In der fortgeschrittenen Phase kann das autogene Training über formelhafte Leitsätze psychische Einstellungen und Denkmuster verändern und/oder eine umfassende Psychotherapie unterstützen. In der Psychotherapie wird es als Mittel zur Selbsthilfe betrachtet.

So üben wir

Das autogene Training wird hauptsächlich im Sitzen und Liegen, einzeln oder in Gruppen, mit und ohne Anleitung praktiziert. Der Grundkurs umfasst 6 Unterrichtseinheiten zu je einer Stunde.
Darin lernen Sie 6 Übungen:
1. Erleben der Schwere
2. Erleben der Wärme
3. Herzregulierung
4. Atmungsregulierung
5. Bauchwärme
6. Stirnkühlung

Je nach Übungsstand führe ich die formelhafte Vorsatzbildung ein.

Exkurs: Von der Selbsthypnose zum autogenen Training
Schon der Hirnforscher Oskar Vogt (1870-1959) entdeckte, dass Patienten, die er mit Hypnose behandelte, sich nach einiger Zeit auch selbst in den hypnotischen Zustand versetzen konnten. Um 1915 begann dann der Nervenarzt Johann Heinrich Schultz (1884-1970), sich mit Selbsthypnose und deren Auswirkungen wie einem Schwere- und Wärmegefühl, der Herabsetzung des Blutdrucks oder der Verlangsamung der Atmung zu beschäftigen. Aus diesen Ansätzen leitete er die Formeln des autogenen Trainings her, das er 1932 der Öffentlichkeit vorstellte. Heute hat sich das autogene Training zu einer Methode entwickelt, die zur Erhöhung der allgemeinen Lebensqualität, zur Besserung sportlicher Leistungen oder des Lernens und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit im Managementbereich angewandt wird (nach Wikipedia).

Veröffentlicht am von Elke Krüger

Kommentare sind geschlossen